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Ausbildungs- und Berufsvorbereitung

Grundlagen

Die Ausbildungs- und Berufsvorbereitung entwickelte sich erst im Laufe einiger Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des Übergangssystems.

„Während in den 50er- und 60er-Jahren die zunächst noch unsystematische, meist eintägige Teilzeitbeschulung der „Jungarbeiter" - Jugendliche ohne berufliche Qualifikation, aber mit Arbeitsgelegenheiten - im Mittelpunkt von Förderungsbemühungen stand, kam es in den 70er-Jahren aufgrund zunehmend fehlender Jobs zur Einrichtung erster berufsvorbereitender Schulklassen, um die wachsende Zahl unversorgter und unzureichend qualifizierter Jugendlicher aufzufangen (vgl. Schierholz 2001).[...] Mit dem Benachteiligtenprogramm im Jahr 1980 erweiterte sich die Förderkonzeption, weg von einer Förderung der Jungarbeiter hin zu einer umfassenderen Benachteiligtenförderung" (vgl. Würfel 2002; Lex 2002 in Aktuelle Tendenzen in der schulischen Berufsvorbereitung, 2007).

Seitdem hat sich ein breit gefächertes Angebot der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung in Schulen und bei Bildungsträgern etabliert, auf das nicht mehr verzichtet werden kann.

Mit den Begriffen Ausbildungsvorbereitung und Berufsvorbereitung sind all jene Maßnahmen und Angebote gemeint, die Jugendlichen nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule den Einstieg in eine Berufsausbildung erleichtern bzw. erst ermöglichen. Die Ausbildungs- und Berufsvorbereitung umfassen Bildungsgänge und Maßnahmen, die unterhalb einer qualifizierenden Berufsausbildung liegen.

Durch sie sollen die individuellen Kompetenzen der Jugendlichen soweit gefördert werden, dass sie nach Abschluss eine Ausbildung beginnen oder eine Beschäftigung aufnehmen können. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der schulischen und der außerschulischen Ausbildungs- bzw. Berufsvorbereitung.

Zu den wesentlichen Zielen und Aufgaben der ausbildungs- und berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen gehören:

  • Erweiterung des Berufswahlspektrums,
  • Erwerb betrieblicher Erfahrungen,
  • Vermittlung fachpraktischer und fachtheoretischer Grundkenntnisse und -fertigkeiten,
  • Förderung der Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung,
  • individuelle Beratung und Begleitung beim Übergang in Ausbildung, in Beschäftigung oder in andere Qualifizierungsmaßnahmen,
  • Stärkung der sozialen Kompetenz und Unterstützung bei der Bewältigung von sozialen Problemen,
  • Erlangung eines Schulabschlusses.

Welche dieser Ziele und Aufgaben im Fokus der Angebote stehen, richtet sich nach den Bedarfen der jeweiligen Zielgruppe .

Erst 2003, mit der Aufnahme der Berufsausbildungsvorbereitung in das Berufsbildungsgesetz (seit 2005 zu finden in §§68, 69, 70), wurden die verschiedenen Angebote Bestandteil des beruflichen Bildungssystems in Deutschland. Seitdem können die vorbereitenden Maßnahmen und die Ausbildung besser miteinander verzahnt werden, nicht zuletzt, weil die Regelung von Qualifizierungsbausteinen nach § 69 BBiG dazu führte, dass zertifizierte Teilqualifikationen auf eine Ausbildung angerechnet werden können.

Die aktuellen Angebote in Hamburg zur Ausbildungs- und Berufsvorbereitung stellen wir Ihnen unter dem folgenden Menüpunkt vor.

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