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Geförderte Ausbildung in Hamburg

In Hamburg gibt es verschiedene Förderprogramme, in denen eine außerbetriebliche Ausbildung absolviert werden kann und die sich hinsichtlich ihrer Finanzierung und ihrer rechtlichen Grundlage unterscheiden.

Die Behörde für Schule und Berufsbildung fördert auf Grundlage des SGB VIII Ausbildungsplätze im Rahmen der Jugendberufshilfe (JBH) sowie auf Grundlage der Drucksache 10/390 in Verbindung mit der Drucksache 11/745 das Hamburger Ausbildungsprogramm (HAP).

In der Jugendberufshilfe können Jugendliche eine sozialpädagogisch begleitete, außerbetriebliche Ausbildung absolvieren mit dem Ziel, in eine (begleitete) betriebliche Ausbildung überzugehen. In den Ausbildungsprojekten der Jugendberufshilfe werden nur Jugendliche mit multiplem Förderbedarf ausgebildet. Unterstützung findet durch sozialpädagogische Hilfen im Sinne erzieherischer Hilfen und durch Förderunterricht statt.

Im Hamburger Ausbildungsprogramm werden vorrangig Jugendliche gefördert, die aufgrund individueller Benachteiligungen in eine betriebliche Ausbildung nicht vermittelbar sind, von denen aber zu erwarten ist, dass sie grundsätzlich eine begleitete betriebliche Ausbildung erfolgreich absolvieren können. Das HAP ist für Hamburger Jugendliche mit und ohne Hauptschulabschluss, die eine Berufsvorbereitungsmaßnahme durchlaufen haben und bei denen Betriebsreife festgestellt wurde.

Die Agentur für Arbeit bietet im Rahmen ihres Benachteiligtenprogramms nach dem SGB III Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) für Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen oder sozialen Benachteiligungen, die auch nach der Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen nicht in eine betriebliche Ausbildung vermittelbar sind. Die Ausbildung findet bei einem Bildungsträger statt.

Jugendliche, die Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II haben, werden grundsätzlich in diesem Rechtskreis über Jobcenter team.arbeit.hamburg gefördert. Hier gibt es die Möglichkeit einer Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) nach SGB II

Seit 2015 wird in Hamburg zudem die Assistierte Ausbildung (AsA) angeboten, bei der Jugendliche und Ausbildungsbetriebe während einer betrieblichen Ausbildung unterstützt werden, um den Ausbildungserfolg zu sichern. Die Assistierte Ausbildung teilt sich in eine ausbildungsvorbereitende Phase, die auch Berufsorientierung, Bewerbungstraining und Ausbildungsstellenakquise umfasst, und eine ausbildungsbegleitende Phase, in der Auszubildende Unterstützung u.a. bei Problemen in der Berufsschule, bei Alltagsproblemen sowie bei besonderen Defiziten (z. B. Sprachproblemen) bekommen, aber auch Betriebe Hilfestellung bei administrativen und organisatorischen Abläufen rund um die Ausbildung erhalten.

Für junge Menschen mit Behinderungen gibt es nach § 66 BBiG, § 42 HwO neben einer Ausbildung in den anerkannten Ausbildungsberufen die Möglichkeit, eine Ausbildung mit begrenzten Anforderungen zu absolvieren. Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten für diese Zielgruppe erteilen die Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit und das Berufsbildungswerk (bbw) Hamburg.

Jugendliche, die nach der Berufsqualifizierung (BQ) keinen betrieblichen Ausbildungsplatz gefunden haben, haben zudem die Möglichkeit, ihre Ausbildung im 2. Lehrjahr gefördert von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) fortzusetzen.

Seit 2012 werden die Ausbildungsplätze in einem gemeinsamen Besetzungsmanagement im Rahmen der Jugendberufsagentur belegt.

Weiterführende Links

  • Das gemeinsame Arbeitsmarktprogramm 2012 der Agentur für Arbeit Hamburg, des Jobcenters team.arbeit.hamburg und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) finden Sie hier.
  • Das bundesweite Konzept der Assistierten Ausbildung (AsA) nach § 130 SGB III der Agentur für Arbeit, Stand April 2015 finden Sie hier.
  • Die Vereinbarung zur Durchführung der Initiative Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss zwischen der Bundesrepublik Deutschland (Bund), vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit (BA), vertreten durch die Agentur für Arbeit Hamburg (AA HH), und der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), vertreten durch die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) finden Sie hier .