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Individuelle Berufsorientierung

Grundlage für eine tragfähige Berufswahlentscheidung ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen, aber auch mit der eigenen Lebens- und Karriereplanung. Hinzu kommen sollte die Wahrnehmung der eigenen Person durch andere, sowie die Auseinandersetzung mit geschlechterspezifischen Aspekten.

Um diese Ziele zu erreichen, werden in den jeweiligen Bildungsphasen der Jugendlichen unterschiedliche Instrumente eingesetzt. In der Regel handelt es sich dabei um Kompetenzfeststellungsverfahren. Grundlegende Informationen zu Formen und Zielen der Methoden zur Erfassung der Kompetenzen finden Sie hier auf unserer Seite.

Im Folgenden sind einige Beispiele der bundesweit eingesetzten Instrumente und Konzepte zur beruflichen Orientierung aufgeführt:  

  • Der Berufswahlpass wurde als gemeinsames Vorhaben im 7-Länder-Nordverbund entwickelt. Er ist für Schüler/-innen nicht nur ein geeignetes Mittel, ihre eigenen Aktivitäten im Rahmen der Berufsorientierung (Praktika, Projekte, besondere Lernleistungen usw.) zu dokumentieren und für die Schule Anlass, ihr Berufsorientierungscurriculum zu formulieren. Er ist auch ein geeignetes Instrument, sich wiederholt mit dem Kompetenzprofil auseinander zu setzen.
  • Die Portfolio-Methode bietet einen Handlungsrahmen, in dem die unterschiedlichen Biographien von Schülern und Schülerinnen ihren Ausdruck finden können. Sie ist auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund ein geeignetes Instrument, Lernwege zu planen, Kompetenzen unter Beweis zu stellen und somit den Weg in Ausbildung und Beruf bewusst zu gehen. Auch Lehrpersonen haben die Chance, Neuland zu betreten, ihre Rolle schrittweise zum/zur Prozessbegleiter/in zu verändern.
    (s. Gaupp, 2007)
  • Zielfindungs- und Orientierungsseminare (ZOS) zur beruflichen Orientierung helfen Schüler/-innen ebenfalls, ihre Stärken zu erkennen, für sie passende Berufs- oder Studienfelder zu identifizieren sowie eine Planung für das weitere Vorgehen vorzunehmen.
  • Das BERUFE-Universum der Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Schüler/-innen dabei, selbst etwas über ihre persönlichen Stärken herauszufinden und diese mit entsprechenden Berufen abzugleichen.

Im Rahmen der Kompetenzentwicklung sollten immer Konzepte zur Lebens- und Karriereplanung einbezogen werden. Dabei sind auch geschlechterabhängige Aspekte zu berücksichtigen. Der Girl's Day und Projekte wie "Mädchenwirtschaft " richten sich speziell an Schülerinnen; daneben gibt es auch Angebote für Jungen.

 

Weiterführende Links

  •  Portal für klischeefreie Berufsorientierung : Das Ziel der Initiative „Nationale Kooperationen zur geschlechtergerechten Berufs- und Studienwahl“ ist eine klischeefreie Berufsorientierung. Auf dem Online-Angebot www.klischee-frei.de finden am Berufswahlprozess Beteiligte Informationen über eine Berufs- und Studienwahl ohne einschränkende Vorurteile, in der allein Interessen und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen soll. Außerdem bietet das Portal best practice Beispiele, Arbeitshilfen, Beratung sowie Veranstaltungshinweise und Links.