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Allgemeine Informationen

Die Zugangsvoraussetzungen für Hochschulstudiengänge sind fach- und hochschulgebunden. Die jeweilige Hochschule informiert auf ihrer Internetseite über die Zugangsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren und -fristen. Allgemeine Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden.

Grundvoraussetzungen

Die allgemeine Hochschulreife (Abitur) berechtigt zur Aufnahme eines Studiums. Mit der allgemeinen Hochschulreife können grundsätzlich alle Studienfächer an allen Hochschulen studiert werden.

Mit der fachgebundenen Hochschulreife (fachgebundenes Abitur) ist nur ein Studium in bestimmten Fachhochschulstudiengängen möglich. Mit der Fachhochschulreife kann meistens nur an Fachhochschulen studiert werden, in manchen Bundesländern ist es jedoch auch möglich, einen Bachelor-Studiengang an einer Universität aufzunehmen.

Personen mit beruflichen Aufstiegsfortbildungen (Meister, Techniker, Fachwirte u. a.) können auch ohne Hochschulzugangsprüfung jedes Fach ihrer Wahl an einer Universität, Fachhochschule oder sonstigen Hochschulen studieren. Der Hochschulzugang wird für sie nach mindestens einer zweijährigen Ausbildung sowie einer dreijährigen Berufstätigkeit und nach einer bestandenen Eignungsfeststellung möglich.


Zusätzliche Voraussetzungen

Bei vielen Studienfächern werden bestimmte für den Studiengang relevante Bewerbungsunterlagen oder Eignungsnachweise verlangt. Manchmal müssen Motivationsschreiben für den Studiengang und/oder ein ausführlicher Lebenslauf erstellt werden.

Für ein Kunst-, Musik-, Sport- oder Architekturstudium ist der Nachweis der entsprechenden Eignung zum Studium durch eine Aufnahmeprüfung vorzulegen. Insbesondere im künstlerisch-gestalterischen Bereich muss je nach Studiengang zusätzlich oder statt der Aufnahmeprüfung eine Mappe mit eigenen Arbeiten eingereicht werden.

Bei immer mehr Studiengängen, vor allem bei Sprachen oder Theologie, sind besondere Fremdsprachkenntnisse nötig. Je nach Fach kann der Nachweis entweder durch eine bestimmte Mindestnote im Abitur oder durch eine Mindestpunktzahl in einschlägigen Tests, wie z. B. TOEFL in Englisch, vorgelegt werden.

Auch ein absolviertes Praktikum kann eine Voraussetzung für die Bewerbung um einen Studienplatz in einen bestimmten Studiengang sein. Oft ist dies für die Bewerbung an einer Fachhochschule oder für die Zulassung zu einem Master-Studiengang erforderlich.

Zulassungsbeschränkungen

Zulassungsbeschränkungen, oder der so genannte Numerus Clausus (NC), bezeichnen die kapazitätsbezogenen Begrenzungen bei der Zulassung in bestimmten Studienfächern wie Medizin oder Pharmazie. Die Zulassungsbeschränkungen sind mit dem Zulassungskriterium (u. a. Abiturnotendurchschnitt, Testwerte), nach welchem die Zulassung erfolgt, gleichgesetzt.

Es gibt bundesweite und lokale Zulassungsbeschränkungen. Die bundesweiten Zulassungsbeschränkungen gelten für die Studienfächer Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin. Die lokalen Zulassungsbeschränkungen bestimmen die jeweiligen Hochschulen allein für die Bewerberauswahl.


Bewerbungsverfahren

Grundsätzlich sind der 15. Juli für das Wintersemester und der 15. Januar für das Sommersemester als Bewerbungsfrist festgelegt. Andere Bewerbungsfristen gelten für Altabiturienten (das Abitur wurde schon vor dem 16. Januar des Bewerbungsjahres erworben). An Hochschulen mit einer Aufnahmeprüfung (zum Beispiel Hochschulen für ein Kunst-, Musik-, Sport- oder Architekturstudium) finden die Auswahlverfahren wesentlich früher statt. 

Sind die Zugangsvoraussetzungen erfüllt und bestehen keine Zulassungsbeschränkungen für den gewünschten Studiengang, so kann die Bewerbung für einen Studienplatz direkt an einer Hochschule online oder schriftlich vorgenommen werden.

Viele Studiengänge sind lokal zulassungsbeschränkt. Die Bewerbung erfolgt direkt bei der Hochschule oder über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) von Hochschulstart , der Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund. Das Dialogorientierte Serviceverfahren ist zum Wintersemester 2012/2013 gestartet, allerdings nehmen bislang nur wenige Hochschulen mit bestimmten Studiengängen daran teil. Das Verfahren soll benutzerfreundlich die Vergabe von örtlich begrenzten Studienplätzen beschleunigen.

Für Studiengänge, für die bundesweite Zulassungsbeschränkungen gelten, muss eine besondere Zulassung zu dem gewünschten Studiengang beantragt werden. Die Bewerbung für solche Studiengänge sowie die Vergabe von Studienplätzen erfolgen ebenfalls über Hochschulstart .

Ausländischer Bildungsnachweis

Diese Bewerbergruppe umfasst ausländische und deutsche Bürger und Bürgerinnen, die ihren (Hoch-)Schulabschluss im Ausland erworben haben. In der Regel müssen die Studienbewerber/-innen die im Ausland erworbenen Zeugnisse anerkennen lassen. Dafür ist die Arbeits- und Servicestelle für Internationale Studienbewerbungen, die so genannte uni-assist, zuständig. Dem Vorprüfungsdokument des uni-assists ist zu entnehmen, welche Note des deutschen Notensystems der Note, die im Ausland erworben wurde, entspricht.

Es gibt aber auch Hochschulen, die Bewerbungen für bestimmte Studiengänge (z. B. Master-Studiengänge) oder Bewerbungen von bestimmten Bewerbergruppen (z. B. Bewerber/-innen aus der EU) selbst bearbeiten oder über einen speziell dafür bestimmten Zuständigkeitsbereich verfügen. In jedem Fall müssen Studienbewerber und -bewerberinnen die erforderlichen Kenntnisse in deutscher Sprache nachweisen.