Home > Hochschulbildung > Abschlüsse

Abschlüsse

Im Zuge des Bologna-Prozesses wurden die Hochschulabschlüsse in Deutschland in Bachelor und Master umstrukturiert. Nur wenige Studiengänge schließen noch mit dem Staatsexamen ab. Informationen zu den unterschiedlichen Studienabschlüssen in Deutschland finden Sie untenstehend. 

Bachelor

Der Bachelor ist der erste akademische Grad und ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Die Regelstudienzeit ist vom Fach abhängig und kann 6 bis 8 Semester betragen.

Die Lehrveranstaltungen in Bachelor-Studiengängen sind durch Module strukturiert. Ein Modul fasst eine oder mehrere Lehrveranstaltungen mit einem Lernziel zusammen und ist eine Einheit, für die Leistungspunkte vergeben werden.

Mit Erhalt des Bachelor-Abschlusses gibt es zwei Möglichkeiten: entweder tritt man direkt in das Berufsleben ein oder man strebt den nächst höheren akademischen Abschluss - den Master - an.

Weitere Informationen über den Bachelor-Abschluss finden Sie hier.


Master

Der Master ist der zweite akademische Grad und ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss.

Eine Voraussetzung zu allen Master-Studiengängen ist ein erfolgreich absolvierter Bachelor-Studiengang (oder etwas Vergleichbares). Die Regelstudienzeit beträgt 2 bis 4 Semester.

Es gibt drei Typen von Master-Studiengängen:

1. Ein konsekutiver Master ist ein Studium, in dem ein Bachelorabschluss im gleichen oder einem sehr ähnlichen Fach Pflicht ist.

2. Ein nicht-konsekutiver Master ist ein Studium, das eine Neuorientierung nach dem Bachelor oder auch nach dem Magister oder Diplom erlaubt und der nicht auf einem vorherigen Studium aufbaut.

3. Ein weiterbildender Master ist ein Studium, das neben einem Bachelorabschluss qualifizierende berufspraktische Erfahrungen von mindestens einem Jahr voraussetzt.

Mit dem Master-Abschluss gibt es zwei Möglichkeiten: Es steht den Absolventen/-innen sowohl der Eintritt in das Berufsleben als auch das Erreichen des nächst höheren akademischen Abschlusses - der Promotion - offen.

Weitere Informationen über den Master-Abschluss finden Sie hier.



Diplom und Magister

Bis vor wenigen Jahren war das Diplom der bekannteste akademische Grad in Deutschland. Inzwischen laufen die Diplom- und Magisterstudiengänge an deutschen Universitäten im Zuge des sogenannten Bologna-Prozesses aus. Ziel des Bologna-Prozesses ist die Errichtung des Europäischen Hochschulraumes, der durch eine uneingeschränkte Mobilität von Studierenden, Absolventen/-innen und Hochschullehrer/-innen geprägt ist und innerhalb dessen ein reger wissenschaftlicher Austausch zwischen den Hochschulen stattfinden kann.

An die Stelle der Diplom- und Magisterabschlüsse ist das oben beschriebene zweistufige Studiensystem mit Bachelor- und Master-Abschlüssen getreten. Bis zur vollständigen Einführung des Systems existieren alte und neue Abschlüsse parallel. Bereits erworbene Abschlüsse bleiben von der Umstrukturierung unberührt.


Staatsexamen

Das Staatsexamen ist kein akademischer, sondern ein staatlicher Abschluss. Die Prüfungsordnung wird nicht von der Hochschule, sondern von den Bundesländern festgelegt. Die Prüfungen finden unter staatlicher Aufsicht statt. Das Staatsexamen ist für alle Lehramts-, Jura- und Medizinstudiengänge vorgeschrieben.

Fast alle Studiengänge mit Staatsexamen folgen demselben Konzept: Nach einem mehrjährigen Studium wird das erste Examen abgelegt. Es folgt eine längere Praxisphase - als Assistenzarzt/Assistenzärztin oder als Referendar/-in bei Jura- und Lehramtsstudien - und dann das zweite Staatsexamen. Die Regelstudienzeit bis zum ersten Staatsexamen ist fachabhängig: beim Lehramtsstudium sind es 6 bis 9 Semester, im Fach Medizin sind es 10 bis 12 Semester und beim Jurastudium beträgt die Regelstudienzeit 9 Semester.

Zur Vereinheitlichung der Studienabschlüsse in Europa im Zuge des Bologna-Prozesses hätten die Staatsexamina als Abschluss des Hochschulstudiums bis zum Jahr 2010 abgeschafft und auf das Bachelor-/Master-System umgestellt werden sollen. Die Umstellung einiger Studiengänge mit Staatsexamen hat bereits begonnen. Die Reform ist jedoch noch nicht abgeschlossen und die Systemumstellung wird auf eine ungewisse Zeit verschoben.

Weitere Informationen zum Staatsexamen finden Sie hier .

Promotion

Die Promotion ist die Verleihung des akademischen Grades eines Doktor oder einer Doktorin in einem bestimmten Fach und beruht auf der Anfertigung einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit, der Dissertation, sowie einer mündlichen Prüfung. In einigen Fächern wird zunehmend eine kumulative Dissertation erstellt, bei der Teilaspekte der eigenen Forschungsarbeit in begutachteten Fachzeitschriften in Form von eigenständigen Manuskripten veröffentlicht werden und diese anschließend kumuliert als Dissertation eingereicht werden.

Die Dauer der Promotion ist von dem jeweiligen Forschungsthema abhängig, in der Regel sind es zwei bis fünf Jahre. Die Zulassung zur Promotion ist in den Promotionsordnungen der Fachbereiche oder Fakultäten geregelt.

Grundsätzlich wird ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Diplom, Magister, Staatsexamina, 1. Staatsexamen für das Lehramt an Schulen der Sekundarstufe II, Master) vorausgesetzt.