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Schulische Berufs(aus-)bildung

Grundlagen

Das deutsche Berufsausbildungssystem bietet neben der dualen Ausbildung an den Lernorten Betrieb und Berufsschule auch die Möglichkeit, einen Berufsausbildungsabschluss an einer Schule zu erlangen. Daneben gibt es weitere Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an berufsbildenden Schulen sowie Angebote im Bereich der Berufsvorbereitung, die sich jedoch länderspezifisch unterscheiden.

Schulische Berufs(aus-)bildung in Hamburg


Berufsbildende Schulen erfüllen verschiedene Aufgaben im Rahmen der beruflichen Bildung: zum einen im Rahmen der dualen Ausbildung als zweiter Lernort neben dem Betrieb, zum anderen im Rahmen vollqualifizierender schulischer Ausbildungen. Hinzu kommen Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Qualifizierungsangebote sowie weitere Angebote im Bereich der Beruflichen Bildung. Im Rahmen der Reformen wird ein besonderes Augenmerk auf die Durchlässigkeit zu höheren Bildungsabschlüssen innerhalb der verschiedenen Bildungsgänge gelegt. In diesem Sinne werden spezielle Bildungswege, wie die Berufsoberschule, angeboten.

In Hamburg gibt es 35 staatliche berufsbildende Schulen, die darüber hinaus durch Privatschulen als Ergänzungs- und Ersatzschulen unterstützt werden. Die Zuständigkeit für die meisten berufsbildenden Schulen liegt beim Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB). Für einige Schulen in freier Trägerschaft, wie z. B. für künstlerische Schulen, ist die Kulturbehörde, für viele Ausbildungen in Heilberufen ist die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) zuständig.

Hamburg unterscheidet im Bereich des berufsbildenden Schulsystems zum Teil noch (traditionell) zwischen

• „G"- (für gewerblich-technische Bildungsangebote),
• „H"- (für Handel, Wirtschaft und Verwaltung),
• „W"-Schulen (für Ernährung, Hauswirtschaft, Sozialpädagogik oder Gesundheit und Körperpflege) und
• „FSP"- Schulen (Fachschulen für Sozialpädagogik)

Ab Sommer 2017 wird die neue Bezeichnung "BS" (berufsbildende Schule) einheitlich für alle berufsbildenden Schulen eingeführt sein.

Eine Übersicht der Beruflichen Schulen in Hamburg finden Sie hier .

Je nach Schwerpunkt und Aufgabenstellung bieten die berufsbildenden Schulen verschiedene (Aus-)Bildungswege an, die Sie hier einsehen können.

Schulische Bildungsgänge für Jugendliche mit Behinderung

Jugendliche, die laut Definition des Deutschen Bildungsrats „... in ihrem Lernen, im sozialen Verhalten, in der sprachlichen Kommunikation oder in den psychomotorischen Fähigkeiten so weit beeinträchtigt sind, dass ihre Teilnahme am Leben der Gesellschaft wesentlich erschwert ist", haben die Möglichkeit, besondere pädagogische Förderung in Anspruch zu nehmen.

Neben den anerkannten Ausbildungsberufen können junge Menschen mit Behinderungen auch in nicht anerkannten Ausbildungsberufen (gemäß § 66 BBiG, § 42 HwO) ausgebildet werden.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten für diese Zielgruppe sowie weitere Anlauf- und Beratungsstellen finden Sie ab Seite 64 im Handbuch Berufliche Bildungswege 2017.

Weiterführende Links

  • ESF-Projekt „dual & inklusiv: Berufliche Bildung in Hamburg“
    Im Teilprojekt C wird erprobt, wie Schüler/-innen mit Behinderungen in regulären Berufsschulklassen in Hamburg qualifiziert und ausgebildet werden können. Der Bericht zieht eine erste Bilanz. Ein Jahr ESF-Projekt dual & inklusiv, Berufliche Bildung Hamburg, 1/2015, S. 18 f.