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Strategisches Übergangsmanagement

Grundlagen

Im Fokus des strategischen (oder auch lokalen bzw. regionalen) Übergangsmanagements steht die Verbesserung der Übergangswege für jeden einzelnen jungen Menschen durch eine enge Kooperation und Abstimmung der institutionellen Akteure, die für die Ausgestaltung dieser Übergangswege an unterschiedlichen Stellen Verantwortung tragen. Ziel ist eine kohärente Förderung ohne Warteschleifen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits seit einigen Jahren auf Bundes- und Länderebene diverse strukturbildende Förderprogramme und Projekte angestoßen. (Vertiefende Informationen dazu finden Sie im Menüpunkt Programme.)

Die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Programme zeigen vor allem, dass „es eine große Bandbreite von konzeptionellen Ansätzen – bezogen auf Zielvorstellungen, Zielgruppen, Reichweite, Akteurs- und Netzwerkkonstellationen usw. – gibt, wobei die Unterschiedlichkeit teilweise aus den zu Grunde liegenden unterschiedlichen regionalen Strukturdaten resultiert. So ergeben sich weitreichende Differenzen bereits durch den Zuschnitt der ausgewählten Regionen: Landkreise haben andere politische Einflussmöglichkeiten als (Groß-)Städte, die Landesprogramme einzelner Bundesländer setzen unterschiedliche Rahmenbedingungen für das Wirken vor Ort, die Gestaltungsmöglichkeiten von Stadtstaaten unterscheiden sich erheblich von den Kommunen in Flächenstaaten, die Situation auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt ist regional sehr unterschiedlich“. (Modelle des regionalen Übergangsmanagements: Merkmale, Qualitätsdimensionen, Standortprofile; S.4 ff; Dr. Gertud Kühnlein, sfs-Technische Universität Dortmund, 2008.)

Diese Vielfalt von Ausgangslagen und Strukturbedingungen in den Regionen, wie z. B. landespolitische Rahmensetzungen, hat zur Folge, dass es kein einheitliches bundesweites Konzept geben kann, sondern jede Region ihre eigenen Strukturen, ihr eigenes Übergangssystem, aufbauen muss, um den jungen Menschen den Weg in das Berufsleben zu ermöglichen.

Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative bedarf es dazu einer Kommunalen Koordinierung . Damit ist "eine verantwortliche und Impulse gebende Federführung bei der wirksamen Gestaltung gelingender Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt" gemeint. "Die Gesamtheit der Übergangswege im Gebiet einer Stadt oder eines Kreises wird dabei als ein zu gestaltendes lokales Übergangssystem gesehen. (...) Kommunale Koordinierung ist nicht ohne Lokale Verantwortungs denkbar. Darunter wird die Gesamtheit der Akteure verstanden, die auf Übergänge Einfluss haben und für deren wirksame Gestaltung gebraucht werden". Dazu bedürften diese Akteure jedoch der Autorität und Legitimation durch die gewählten politischen kommunalen Spitzen. 

 

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