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Übergangsmanagement in Hamburg

Grundlagen

Auch in Hamburg wurde über Jahrzehnte anhand vielfältiger modellhafter Ansätze sowohl auf operativer als auch auf strategischer Ebene versucht, Jugendliche mit besonderem Förderbedarf zielgerichtet, ohne Warteschleifen, in das Berufsleben zu integrieren.

Auf der strategischen Ebene tagten diverse Arbeitsgruppen (z.B. die nach § 78 SGB VIII) und Ausschüsse, die sich jedoch auf Grund der starken Versäulung der verantwortlichen Institutionen (Schule, Jugendhilfe und Arbeitsverwaltung) primär auf die eigene Angebotsgestaltung fokussierten. Darüber hinaus existierten einige wenige "überinstitutionelle Gremien", in denen die Akteure der Benachteiligtenförderung über die jeweiligen Rechtskreise (SGB II, SGB III, SGB VIII) hinaus kooperierten.

Bereits 1998 wurde zwischen der damaligen Schulbehörde und dem Arbeitsamt Hamburg eine Vereinbarung über eine enge Kooperation in Bezug auf die Angebote im beruflichen Übergangssystem getroffen und die AG Zusammenarbeit (seit 2012 Planungsteam JBA) gegründet. Trotzdem gelang es nicht, mehr Jugendliche mit schlechteren Startchancen schneller und nachhaltiger in das Berufsleben einzugliedern.

Im Herbst 2000 wurde die Hamburger Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beauftragt, mit der Pilotstudie "Entwicklung einer Konzeption für lokale/regionale Kooperationsnetze am Beispiel einer Großstadt" auf andere Großstädte übertragbare Handlungsempfehlungen zum Aufbau von Kooperationsnetzen in der Schul-, Jugend-, Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik zu entwickeln. Die Erkenntnisse und Handlungs-empfehlungen der Studie sind auch nach fast zwanzig Jahren noch aktuell und finden sich zum Teil bis heute in den Konzepten wieder.

Auf der operativen Ebene wurden verschiedene Konzepte zur individuellen (sozialpädagogischen) Begleitung der Jugendlichen in den jeweiligen Bildungsphasen (schulische Bildung, Berufsvorbereitung, außerbetriebliche Ausbildung) eingesetzt. Eine enge Verzahnung zwischen der strategischen und der operativen Ebene des Übergangsmanagements gelang jedoch nicht.

Mit Einrichtung der Jugendberufsagentur (JBA) im September 2012 beschreitet die Stadt Hamburg diesbezüglich neue Wege. Ausführliche Informationen zum Konzept der Jugendberufagentur finden Sie unter dem Menüpunkt Jugendberufsagentur Hamburg.

 

Weiterführende Informationen

  • Übergang Schule - Beruf. "Alle werden gebraucht" - Neue Wege für einen gelingenden Übergang in Ausbildung und Beruf. Hrsg.: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg; Hamburger Institut für Berufliche Bildung. Hamburg, Mai 2014.